Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

heute erhalten Sie die dritte Ausgabe unseres Stoneset Partners Monthly. Wir haben viel Feedback auf die letzte Ausgabe der Kolumne „Meier Meint“ erhalten. Für die positiven und teils auch kritischen Kommentare möchten wir uns bei Ihnen bedanken.

In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir ein sich schnell drehendes Personalkarussell beobachten. Für ein Team bedeutet ein neuer Mitarbeiter stets eine Veränderung, egal, ob auf der fachlichen oder persönlichen Ebene. Das Tandem aus Führungskraft und Mitarbeiter muss sich nach einem Wechsel erst wieder einspielen. Zwischenmenschliche Reibungen sind hier meist vorprogrammiert. Ein Grund mehr für uns, in der Kolumne dem Thema Kritikkultur nachzugehen.

Mit diesem Newsletter und unserer Kolumne „Meier Meint“ möchten wir Sie einmal im Monat kompakt über die wichtigsten Personalnews und Trends der Immobilienwirtschaft informieren.

Mit den besten Grüßen
Paul J. Feldhoff & Philip Meier

 
 

Meier Meint

Nach Auswertung der Reaktionen auf unsere letzte Kolumne und den teils spöttischen, teils liebevollen Bemerkungen glaube ich, einen Nerv getroffen zu haben. Nach zu viel Härte gegen sich selbst möchte ich mich diesen Monat mit der fehlenden Härte gegenüber den Mitarbeitern befassen. Genauer gesagt: mit der fehlenden Kritikkultur. weiterlesen…

 


Quelle: albrings + müller

albrings + müller gegründet

Christian Albrings (Foto) und Steffen Müller haben das auf Immobilienberatung und Immobilienentwicklung spezialisierte Unternehmen albrings + müller gegründet. Beide waren zuvor bei Drees & Sommer beschäftigt. Der 37-jährige Albrings war hier als Geschäftsführer im Bereich International Service tätig, Steffen Müller (32) war für den Bereich Real Estate Investment Consulting als Prokurist verantwortlich.

 

Quelle: Amundi

Hörich neuer CEO bei Amundi

Gottfried Hörich wird künftig als Chief Executive Officer (CEO) die Amundi Deutschland anführen. Zuvor war Hörich bei der JP Morgan Asset Management beschäftigt. Hier zeichnete er für das Geschäft mit institutionellen Kunden in Deutschland und Österreich verantwortlich.

 

Quelle: BayernLB

BayernLB mit Präsenz in Stuttgart

Michael Brumbauer und Stefan Winter (Bild) sind künftig für das Immobiliengeschäft der BayernLB im Raum Stuttgart bzw. Baden-Württemberg zuständig. Die Leitung der neuen Vertretung übernimmt Stefan Schemm. Insgesamt sollen in dem Stuttgarter Büro fast 12 BayernLB Mitarbeiter das Kundengeschäft für den Südwesten der Republik abwickeln.

 

Quelle: GRR Group

Neuer CFO für die GRR Group

Die GRR Group hat Martin Führlein zum Chief Financial Officer (CFO) berufen. Führlein kommt von Rödl & Partner, wo er als Leiter der Hamburger Niederlassung und Leiter des Bereichs Alternative Investmentfonds verantwortlich zeichnete. Bei GRR wird Führleins Fokus auf den Bereichen Fondsgeschäft, Recht, Steuern, Finanzierung, Bilanzen und Administration liegen.

 

Quelle: ICSC

Wechsel beim ICSC

Josip Kardun ist zum neuen Vorsitzenden des International Council of Shopping Centers gewählt worden. Er folgt auf Alexander Otto. Kardun ist bereits seit 2008 Mitglied im ICSC European Advisory Board. Darüber hinaus ist er seit 2011 Mitglied des Executive Committee. Bereits von 2008 bis 2013 führte er den Vorsitz der ICSC European Next Generation Advisory Group.

 

Quelle: Patrizia Immobilien

Karim Bohn zum CFO ernannt

Karim Bohn wird neuer Chief Financial Officer bei Patrizia Immobilien. Bohn kommt von der Süddeutsche Wohnen, wo er den Posten des Geschäftsführers innehatte. Er tritt die Nachfolge von Arwed Fischer an, der dem Unternehmen noch bis Ende August 2016 als Berater zur Verfügung stehen wird.

 

Quelle: Alpha Industrial

Starck und Wörner werden Geschäftsführer

Die Alpha Industrial konzipiert ihre Unternehmensführung als Doppelspitze. Georg Starck (Bild) wird kaufmännischer Geschäftsführer, während Ulrich Wörner die Position des technischen Geschäftsführers einnimmt. Beide waren schon zuvor bei der Alpha Industrial tätig. Die Doppelspitze folgt auf Jörg Schröder.

 

Quelle: RICS

Rolf Aschendorf wird Business Development Manager DACH bei RICS

Der 49-Jährige wurde von der der Royal Institution of Chartered Surveyors zum neuen Business Development Manager für die DACH-Region berufen. Aschendorf kommt von Tectareal Asset Services. Hier war er in der Funktion Zentrale Steuerung Property Management tätig. Rolf Aschendorf ist seit 2014 Mitglied bei der RICS.

 

Quelle: Patrizia

Neuer Deutschlandchef für Patrizia

Die Patrizia Gruppe hat einen neuen Verantwortlichen für die operativen Deutschlandaktivitäten bestellt. Peter Forster verantwortet künftig die Bereiche An- und Verkauf, Projektentwicklung, Management, Hausverwaltung und KVG Geschäft. Der 56-Jährige bleibt zudem Group Head des europäischen Asset Managements. Zuvor war Forster als Bereichsvorstand Asset Management bei der IVG Immobilien AG aktiv.

 

Quelle: blackprintpartners

Beteiligungsgesellschaft blackprintpartners gegründet

Feldhoff Capital Management und Alexander Ubach-Utermöhl haben gemeinsam die Beteiligungsgesellschaft blackprintpartners gegründet. Das Unternehmen beteiligt sich an Startups und innovativen Geschäftsideen in der Immobilienwirtschaft. Ubach-Utermöhl (35) war zuletzt als Head of Asset Management bei der GE Capital Real Estate tätig. Er wird das Unternehmen gemeinsam mit Paul Jörg Feldhoff als geschäftsführender Gesellschafter leiten.

 

Neuer CEO für Allianz Real Estate

Francois Trausch wird neuer Chief Executive Officer (CEO) der Allianz Real Estate. Der 50-Jährige tritt damit die Nachfolge von Olivier Piani an, der mit 61 Jahren in den Ruhestand geht. Piani hatte das Unternehmen seit dem Jahr 2008 angeführt. Trausch war zuvor bei der GE Capital Real Estate beschäftigt, wo er als CEO für die Region Asia-Pacific verantwortlich war.

 

Blattmann sitzt Corestate Aufsichtsrat vor

Die neu gegründete Corestate Capital Holding hat einen Aufsichtsratsvorsitzenden. Micha Blattmann, der als Anwalt in der Kanzlei Blattmann Advokatur & Notariat tätig ist, wird den Posten übernehmen. Unterstützung erhält Blattmann durch Thomas Zinnöcker (Vonovia), Andreas Wirz (Intershop Holding), Urs Felder (Felur Swiss Treuhand) und Ulrich Plett.

 

Neuer Gesellschafter bei der Deutsche Asset One

Mit Thilo von Stechow hat die Deutsche Asset One einen neuen Gesellschafter bekommen. Der ehemalige Geschäftsführer von Gagfah Property Management ist zudem in die Geschäftsführung der Deutsche Asset One berufen worden.

 

Schneider zuständig für Region Süd

Der 41-jährige Robert Schneider ist als Niederlassungsleiter künftig für die Region Süd bei Cornerstone zuständig. Er wird künftig für den An- und Verkauf von Immobilien verantwortlich zeichnen. Darüber hinaus übernimmt er das Asset Management. Zuvor war Schneider bereits bei der GLL Real Estate Partners im Bereich Asset Management tätig.

 

Catella beruft Xavier Jongen

Die Catella Real Estate hat mit Xavier Jongen ein neues Vorstandsmitglied berufen. Jongen, der zuvor bei Bouwfonds Investment Management tätig war, wird bei Catella die Verantwortung Wohnungsinvestments übernehmen.

 

IC Property Management beruft neuen Geschäftsführer

Der 38-jährige Lars Drewes wechselt von AC Biogas zu IC Property Management. Er wird das Unternehmen gemeinsam mit Marc Philipp Becker leiten und den Geschäftsbereich Property-Management Accounting verantworten.

 

Stephan Rind zurück in der Immobilienwirtschaft

Die Deutsche Real Estate Funds (DREF) hat einen neuen Gesellschafter. Stephan Rind, ehemals Gründer und CEO der Colonia Real Estate AG, beteiligt sich an dem Unternehmen und übernimmt den Vorsitz des Beirates der Gesellschaft. Weitere Mitglieder des Beirates sind Andrew Thornton (Internos Global Investors), Max von Bismarck (ehemals Euro Skybridge Capital) und Klaus Thalheimer (Eureas Infrastruktur GmbH).

 

Neues Vorstandsmitglied für Bilfinger

Michael Bernhardt wurde in den Vorstand von Bilfinger Mannheim berufen. Bernhardt, der seine Stelle Anfang des Jahres 2016 antreten wird, zeichnet dann für das Personalressort sowie die Funktion des Arbeitsdirektors verantwortlich. Bisher war der 48-Jährige bei der Covestro, ehemals Bayer MaterialScience, als Vorstandsmitglied tätig.

 

Katja Müller übernimmt Führungsposition

Bei der Universal Investment wird Katja Müller künftig die Leitung der Geschäftsbereiche Institutional, Private Label und Insourcing übernehmen. Die drei Geschäftsbereiche werden nun in dem Bereich Sales & Relationship Management zusammengeführt. Vor ihrer Tätigkeit bei Universal Investment war die 41-Jährige bei der Deutschen Bank tätig.

 

Abgang bei Cushman & Wakefield

Andrew Mark Groom verlässt den Immobilienspezialisten Cushman & Wakefield LLP. Als Grund für die Trennung von seinem derzeitigen Head of Capital Markets gibt das Unternehmen Differenzen über interne Teamabläufe an. Ein Nachfolger für Groom wurde noch nicht benannt.

 
 

Meier Meint

Nach Auswertung der Reaktionen auf unsere letzte Kolumne und den teils spöttischen, teils liebevollen Bemerkungen glaube ich, einen Nerv getroffen zu haben. Nach zu viel Härte gegen sich selbst möchte ich mich diesen Monat mit der fehlenden Härte gegenüber den Mitarbeitern befassen. Genauer gesagt: mit der fehlenden Kritikkultur.

Abgesehen davon, dass Deutsche sich grundsätzlich mit Lob geschweige denn überschwänglichem Lob schwer tun, fällt uns auch die persönliche Kritik im Zwiegespräch nicht leicht. Dies gilt insbesondere im beruflichen Alltag.

In meiner Karriere hatte ich nur wenige Vorgesetze, für die es selbstverständlich war, Probleme direkt anzusprechen und zu beseitigen. Und auch später als Führungskraft, habe ich es oft gesehen, dass man schwächere Leistungen und Mitarbeiter lieber mitgeschleppt hat, statt den Stier bei den Hörnern zu packen.

Dieses „Dürsten“ nach Feedback führt dazu, dass Mitarbeiter die Jahresendgespräche fast nur noch auf die Kritikpunkte reduzieren und alle positiven Punkte ausblenden. Deswegen wird mancherorts sogar auf diese Gespräche verzichtet oder nur noch ein Blick auf zukünftige Ergebnisse und Wege zum Ziel erlaubt.

Die Angelsachsen haben einen tollen Begriff: Tough Love. Dieser soll die liebevolle, aber autoritäre Beziehung zwischen Eltern und Kind beschreiben und diese auf das Verhältnis von Führungskraft und Mitarbeiter übertragen. Leider wurde dies von den meisten Managern auf das Tough abgekürzt und nicht nur die Black Eyed Peas fragen sich: „Where is the love?“.

Als Vater gefällt mir das Konzept. Insbesondere im Verhältnis mit jüngeren Mitarbeitern, die nur wenig Erfahrung haben, fährt man mit dieser Methode sehr gut. Klare Regeln, feste Grenzen und direktes, positives wie negatives Feedback funktionieren nicht nur bei Dreijährigen, sondern auch noch bei den meisten Dreißigjährigen. Klar fließt auch die ein oder andere Träne, aber man weiß immer, woran Mann oder Frau ist. Fehler werden abgestellt und der ehrliche wie konstruktive Umgang miteinander gefördert.

In der Zusammenarbeit mit sehr erfahrenen,eigenständigen Mitarbeitern und den heutigen teils sehr flachen Hierarchien ohne direkte Berichtslinie ist direktes Feedback ebenso wichtig. Hier braucht es aber mehr Fingerspitzengefühl, da das elterliche Rollenverhältnis fehlt. Als Ehemann kann ich hier aus eigener Erfahrung sagen, dass negatives Feedback dann meistens nur spärlich, besser immer mit einer hohen Dosis Watte verpackt werden sollte.

Also: Loben Sie viel, aber kritisieren Sie auch hin und wieder! Beste Grüße

 
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